Im 6. Jahr nach dem rassistischen Mordanschlag mit 9 Toten in Hanau gedenken wir den Opfern und rufen dazu auf, überall und jederzeit rassistischer Hetze entgegen zu treten. Gemeinsam mit DIDF und weiteren Organisationen veranstalten wir in diesem Jahr erstmals eine Demonstration mit Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz.
Am 10. Januar diesen Jahres ist Ibrahim Akkuş an den Spätfolgen einer Schussverletzung gestorben. Der Täter hatte acht mal auf ihn geschossen.
Gedenkveranstaltung in Mannheim
Donnerstag, 19. Februar 2026
Treffpunkt: ab 17:30 Uhr
Beginn: 18:00 Uhr Plankenkopf (Fußgängerzone gegenüber Wasserturm)
Demonstration zur Abschlusskundgebung am Markplatz
Bringt gerne Kerzen und Bilder der Opfer mit und lasst Nationalfahnen und Parteifahnen zu Hause.
Weitere Infos:
- Initiative 19 Februar aus Hanau
- Hanau Gedenken in Mannheim 2025
- Hanau Gedenken in Mannheim 2024
- Hanau Gedenken in Mannheim 2023
- Hanau Gedenken in Mannheim 2022
- Hanau Gedenken in Mannheim 2021
Pressemitteilung: 6 JAHRE NACH HANAU:
WIR GEDENKEN DER OPFER DES RASSISTISCHEN ANSCHLAGS
DEMONSTRATION UND KUNDGEBUNG IN MANNHEIM!
DONNERSTAG, 19. FEBRUAR 2026, 18 UHR PLANKENKOPF
Am 19. Februar 2026 jährt sich der rassistische Anschlag von Hanau zum sechsten Mal. Neun Menschen wurden am 19. Februar 2020 Opfer einer rassistischen Gewalttat. Am 10. Januar dieses Jahres ist Ibrahim Akkuş als zehntes Opfer an den Spätfolgen seiner Schussverletzungen gestorben. Der Täter hatte achtmal auf ihn geschossen.
Das Bündnis Mannheim gegen Rechts und die Föderation Demokratischer Arbeitervereine e.V. (DIDF) sowie weitere Organisationen wollen an die Opfer des rassistischen Mordanschlags erinnern und rufen dazu auf, überall und jederzeit rassistischer Hetze entschieden entgegenzutreten.
Die Organisatoren veranstalten in diesem Jahr erstmals eine Demonstration am Donnerstag, den 19. Februar, die um 18 Uhr am Plankenkopf in der Fußgängerzone (gegenüber dem Wasserturm) mit einem Beitrag des Bündnisses Mannheim gegen Rechts beginnt. Die Demonstration führt über die Planken und die Breite Straße zu einer Abschlusskundgebung um 18.45 Uhr auf dem Marktplatz in G1.
Auf der Kundgebung werden Vertreterinnen und Vertreter des Migrationsbeirats der Stadt Mannheim, des Antidiskriminierungsbüro, der DIDF, der Internationale Jugend und des Stadtjugendrings sprechen. Es wird ausdrücklich darum gebeten, Kerzen und Bilder der Menschen, an die erinnert werden soll, mitzubringen, damit ihre Gesichter und ihre Namen in Erinnerung bleiben. Fahnen von Nationen oder Parteien sollen zu Hause bleiben.
Es soll erinnert und gemahnt werden, den rassistischen Normalzustand im Alltag, in den Behörden, den Sicherheitsapparaten und überall zu beenden. Der Hanauer Täter hatte sich maßgeblich durch rassistische Hetze im Internet radikalisiert. Er soll ein von Verschwörungsmythen geprägtes Weltbild gehabt haben. Kurz vor dem Anschlag hatte sich der Täter eine Rede der AfD im Internet angesehen.
Von rassistischer Gewalt bedrohte Menschen dürfen keine Angst mehr haben müssen. Es muss politische Konsequenzen geben. Rassismus, egal in welcher Form, darf nicht mehr geduldet, verharmlost oder ignoriert werden.

